Arbeitssicherheit – jeder Unfall ist einer zu viel

In der Schweiz verunfallen täglich mehr als 800 Personen bei der Arbeit. Nicht wenige davon auf Baustellen. Viele Unfälle könnten vermieden werden, denn oft geschehen sie aufgrund von ungenügenden Schutzmassnahmen, unvollständiger Vorbereitung oder unvorsichtigem Verhalten. Deshalb setzt sich ENGIE seit einigen Jahren aktiv in der Unfallprävention ein: Das Thema Sicherheit und somit der Schutz aller Mitarbeitenden hat oberste Priorität. Die Unfallanalysen, Mitarbeiterschulungen und Sicherheitsbesuche wurden nachhaltig verstärkt und dieser Kulturwandel zeigt Wirkung: Wir konnten die Unfallquote im Jahr 2020 bereits um 25% senken – und arbeiten weiter daran.

Die Minute, die Leben retten kann

Eine sorgfältige Arbeitsvorbereitung und auf den Auftrag angepasste Gefährdungsbeurteilung sind der Schlüssel zur erfolgreichen Ausführung jeder Arbeit. Bei ENGIE wurde darum der umfangreiche Sicherheit- und Gesundheitsschutzplan (SIGE-Plan) eingeführt, der eine gründliche Vorbereitung sicherstellt. Denn ein neuer Arbeitsort, ein verändertes Arbeitsumfeld gegenüber gestern und weitere nicht vorausgesehene Einflüsse bedingen die Anwendung der Last-Minute-Risikoanalyse. Mit einem letzten Check vor der Wiederaufnahme der Arbeit können zuvor nicht identifizierte Risiken abgemildert und somit die eigene Sicherheit und die anderer erhöht werden. Manchmal ist es diese eine Minute, die Leben retten kann.

«Arbeitssicherheit bedeutet, jede mögliche Aktion zu unternehmen, damit die Mitarbeitenden am Arbeitsplatz gesund bleiben. Eine der grössten Herausforderungen ist es, dass die Sicherheitskultur von allen gelebt und mitgetragen wird. Jeder Mitarbeitende, vom Lernenden bis zum Manager, trägt zur besseren Arbeitssicherheit bei» sagt Charlotte Lebrun, Leiterin Health & Safety bei ENGIE Schweiz.

Aus diesem Grund nehmen die Mitarbeitenden an mehrfachen Schulungen teil und werden bei allen Arbeitssicherheitsfragen von den Sicherheitsbeauftragten an ihren Standorten unterstützt. Zudem werden ihre Kompetenzen in diesem Bereich durch wöchentliche Toolbox-Meetings gestärkt. Das Ziel dieser Meetings ist es, die Sicherheit zum festen Bestandteil der täglichen Arbeit zu machen und so die Eigenverantwortung zu fördern. Nur wenn jeder Mitarbeitende weiss, worauf er achten muss, können wir auf die aufmerksame Risikoeinschätzung jedes einzelnen zählen.

Das Health & Safety Team von ENGIE analysiert zusammen mit allen Standorten schweizweit jeden Unfall, stellt die Ursachen fest und leitet daraus Massnahmen ab, damit sich die Situation nicht wiederholt. Durch regelmässige Sicherheitsbesuche wollen wir vor Ort Sicherheitslücken aufspüren und entsprechend schliessen.

Verantwortung übernehmen

Der Schutz aller seiner Mitarbeitenden ist eine Verantwortung, die ein Arbeitgeber wahrnehmen muss. Damit wir die Sicherheitssituation auf den Baustellen besser beeinflussen können, spannen wir deshalb mit unseren Branchenkollegen zusammen. Gemeinsam können wir Standards definieren und für ihre Umsetzung sorgen. ENGIE Schweiz strebt im kommenden Jahr die Zertifizierung ISO 45001 für Arbeitssicherheit an. Wir erachten dies als einen weiteren Schritt in die richtige Richtung. «Die Coronapandemie hat die Resilienz aller Mitarbeitenden erhöht, man ist besser auf Änderungen vorbereitet und kann schneller reagieren. Das Bewusstsein für Krisen und Gesundheit ist bei allen präsenter. Diese Einstellung sollten wir langfristig in ein stärkeres, konstantes Bewusstsein für die eigene Sicherheit und die unserer Mitmenschen am Arbeitsplatz übersetzen» so Charlotte Lebrun.