Energie- und Effizienzberater der ersten Stunde

Andreas Küng

Von der Photovoltaik-Anlage bis zum Kühlprozess: Der frisch diplomierte Energie- und Effizienzberater Andreas Küng hilft Unternehmen, weniger Energie zu verbrauchen. Mit einem ganzheitlichen Ansatz.

Wer Andreas Küng sucht, trifft ihn selten im Büro an. Der 38-jährige Energie- und Effizienzberater von ENGIE ist meist unterwegs. Sein Job: Kunden zeigen, wie ihr Betrieb bei tieferem Energieverbrauch produktiver wird.

Energieeffizienz – die Antwort auf die Energiewende

Das nötige Wissen hat sich der ENGIE-Mitarbeiter während seiner Ausbildung zum Energie- und Effizienzberater mit eidgenössischem Diplom angeeignet. Der Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) bietet den Lehrgang seit 2014 an, als Antwort auf die Herausforderungen der Energiewende.

Energie in allen Facetten

Auf Küngs Stundenplan standen Lektionen in Physik und Messtechnik, Energie am Bau, Energiewirtschaft und Energiepolitik, technischen Anlagen und Energieeffizienz in der Haustechnik.
Profitiert hat er nicht nur vom Fachwissen, sondern auch von anderen Kursteilnehmern: «Die Durchmischung war spannend. Es gab in der Klasse den ETH-Physiker ebenso wie den Heizungsspezialisten», sagt der Key Account Manager von ENGIE.

«Kunden ganzheitlich beraten»

Küng selbst war auf Photovoltaik und Stromverteilung spezialisiert. Die Ausbildung hat ihn zum Generalisten gemacht: «Jetzt kann ich Kunden ganzheitlich beraten», so sein Fazit.
ENGIE kann so ihre Angebote Contracting, Energieanalyse und Energieoptimierung ideal ergänzen. Das Unternehmen bietet nun komplette Energieeffizienz-Planungen für Unternehmen an. Küng begleitet Kunden vom ersten Rundgang im Betrieb bis zur Umsetzung aller Massnahmen. Dabei bezieht er alle Geräte, Antriebe und Vorgänge ein, die Energie benötigen. Und stellt bisweilen Erstaunliches fest.

«Der Energieverbrauch schaukelte sich hoch»

Eine Käserei beispielsweise benötigte viel Kälte, um ihre Milchprodukte frisch zu halten. Wurde es zu kühl, drehten die Mitarbeitenden die Heizung auf. Dadurch musste die Kälteanlage mehr arbeiten: «So schaukelte sich der Energieverbrauch immer stärker hoch», sagt Küng.

Weniger Primärenergie

Was tun? Der Energie- und Effizienzberater verglich den realen Energieverbrauch der Käserei mit ähnlichen Unternehmen. Er ermittelte den Energiebedarf, der nötig ist, um die Produktqualität zu sichern. Und er unterstützte die Käserei dabei, ihre Anlagen und Prozesse auf dieses Minimum auszurichten. Der Erfolg blieb nicht aus. Das Unternehmen benötigt nun weniger Primärenergie. Es hat einen Energieverantwortlichen ernannt, der aufpasst, dass dies so bleibt.

«Nur verbrauchen, was ich wirklich benötige»

Zuhause ist Küng genauso diszipliniert, wie er das seinen Kunden rät: «Ich versuche, nur so viel zu verbrauchen, wie ich wirklich benötige», sagt der ENGIE-Mitarbeiter. Er schalte nicht benutzte Haushaltgeräte konsequent aus und benutze LED-Lampen. Das sei zwar nicht viel, aber besser als gar nichts. Sagt es, und ist auch schon wieder unterwegs zum nächsten Kunden.

 

Ganzheitlicher Blick: Andreas Küng berät Unternehmen rund ums Thema Energieeffizienz.

Dank mehr Energieeffizienz in Gebäuden können Kosten gespart werden. Lassen auch Sie sich von Andreas Küng beraten.

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