ENGIE baut am Haus der Zukunft

Energieautarkes Mehrfamilienhaus in Brütten

Heute wird in der Umwelt Arena Spreitenbach eine haustechnische Sensation gefeiert: Die Aufrichte des ersten energieautarken Mehrfamilienhauses in Brütten ZH, welches ohne externe Energiezufuhr und ohne Netzwerkanschluss auskommt. Die ENGIE Services AG ist verantwortlich für die Installation der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen. Markus Kuhn, Bereichsleiter bei ENGIE, würde das energieautarke Wohnen gerne selber testen.

Herr Kuhn, als Projektverantwortlicher haben Sie den Bau des energieautarken Mehrfamilienhauses hautnah miterlebt. Jetzt ist mit der Aufrichte ein Meilenstein geglückt. ENGIE installiert nun die  Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen. Was sind die aktuellen Herausforderungen?

Da die planerischen Aspekte mehrheitlich abgeschlossen sind, liegen die Herausforderungen mittlerweile vermehrt bei meinem Teamkollegen und den Chefmonteuren, welche vor Ort für einen optimalen Montageablauf der Heizungs-, Lüftungs-, und Sanitäranlagen sorgen. Insbesondere im Gewerk Heizung sind anspruchsvolle Hydrauliknetze unter punktuell engen Platzverhältnissen zu erstellen.

Was sind die Schwierigkeiten bei der Realisierung eines energieautarken Hauses?

Die zentrale Herausforderung liegt im Bereich der Langzeit-Energiespeicherung. Im Winter haben wir ein Defizit, welches mittels im Sommer eingespeicherter Energie kompensiert werden muss. Das lösen wir folgendermassen: Die Photovoltaik-Panels bringen im Sommer einen klaren Stromüberschuss. Damit produzieren wir Wasserstoff, aus dem wir mitten im Winter – wo die Kraft der Sonne während rund 30 Tagen nicht zureichend Energie liefert – Strom für den Betrieb der Wärmepumpen generieren. Die dabei entstehende Abwärme nutzen wir ebenfalls.

Ist das Energiekonzept des energieautarken Hauses aus Ihrer Sicht die Lösung der Zukunft?

Das Energiekonzept zeigt zukunftsweisende Lösungsansätze auf, die künftig vermehrt Anwendung finden werden. Reine „Insellösungen“ wie das autarke Mehrfamilienhaus werden aber auch künftig die Ausnahme bilden. Das Gebäude der Zukunft wird intelligent vernetzt sein und der Anteil an Gebäuden, die Energie produzieren, wird zunehmen.

Würden Sie gerne in das Haus einziehen?

Da ich mit meiner aktuellen Wohnung zufrieden bin, kommt ein Einzug für mich nicht in Frage. Es wäre aber sicher interessant, zu Testzwecken für einige Wochen in diesem Gebäude wohnen zu dürfen.

 

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