Fünf praktische Tipps für Facility Manager: So verstehen Sie Ihr Gebäude und sparen Energie

Patrick Davis

Energie ist für Grossbetriebe ein gewichtiger Kostenfaktor. Zudem sind viele gesetzlich dazu verpflichtet, ihren Energieverbrauch zu reduzieren. Mit diesen fünf Schritten gelangen Sie zum Ziel. Denn wer die Funktionsweise seiner Gebäude und Anlagen durchschaut, kann rasch und nachhaltig Strom, CO2 und Geld sparen.

«Jetzt verstehe ich unser Gebäude zum ersten Mal richtig.» So oder ähnlich klingt es nicht selten, wenn unsere Spezialisten für Energieeffizienz Kunden beraten. Sie sorgen für Aha-Erlebnisse und ihr Ziel dabei ist klar: weniger Energieverbrauch bei mindestens gleichem Komfort – und tieferen Kosten.

Gebäude und Technik durchschauen

Vielen Facility-Management-Verantwortlichen in Grossbetrieben ist bewusst, dass sich ihre Gebäude und Anlagen energetisch optimieren lassen. Und sie sind aufgrund des so genannten Grossverbraucherartikels und internen Sparzielen auch unter Druck, entsprechende Schritte einzuleiten. Nur: Wo genau den Hebel ansetzen? Oft kennen die Verantwortlichen zwar jeden Bestandteil ihrer Gebäudetechnik im Detail. Das Zusammenspiel, den Blick fürs grosse Ganze haben sie aber aus den Augen verloren. Dies nicht zuletzt, weil Gebäude erweitert, umgebaut oder umgenutzt wurden. Zudem fehlen dem Betriebspersonal schlechthin die Zeit und die Erfahrung für eine ganzheitliche Betrachtung. Da heisst es, erst einmal den Überblick gewinnen, um danach gezielt zu optimieren. Auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz sind diese fünf Schritte zentral:

1. Verstehen Sie Ihr Gebäude.
Ermitteln Sie so viele Daten wie möglich zum historischen und heutigen Energieverbrauch von Gebäude und Anlagen. Falls die notwendigen Sensoren noch nicht vorhanden sind, holen Sie sich Unterstützung dafür.

2. Scheuen Sie nicht den Vergleich.
Vergleichen Sie Ihre Werte mit dem Benchmark ähnlicher Gebäude bzw. Betriebe und entdecken Sie so Ihr Einsparpotenzial. Betrachten Sie dabei Primärenergie- und Elektrizitätsverbrauch, Treibhausgasemissionen und Heizwärmebedarf. Den Benchmark bilden Erfahrungswerte von Spezialisten sowie Richtlinien des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins SIA.

3. Ändern Sie das Offensichtliche sofort.
Setzen Sie sich quantitative Ziele und optimieren Sie das Augenscheinliche umgehend. Solche «Quick Wins» lassen sich oft innert Jahresfrist amortisieren. Fast immer besteht ein Teil der Lösung darin, die Funktionsweise von Gebäuden durch eine Art «Reset» in ihren ursprünglichen Zustand zu bringen. Einen anderen Teil bilden Optimierungen, die an bestehenden Anlagen vorgenommen werden, ohne baulich etwas zu verändern.

4. Gestalten Sie die Optimierung nachhaltig.
Als Facility-Management-Verantwortliche müssen Sie Management und Finanzchef oft erst von Sinn und Potenzial der geplanten Massnahmen überzeugen. Dazu brauchen Sie Zahlen und Argumente. Erheben Sie diese mithilfe von Spezialisten. Der monetäre Gewinn ist übrigens auch ein wichtiges Argument im Dialog mit den Mitarbeitenden. Die Aussicht auf Einsparungen kann zu einem Umdenken bei der Belegschaft beitragen und das Nutzerverhalten verändern. Das ist wichtig. Denn nur mithilfe der Belegschaft holen Sie das Optimum mit den eingeleiteten Massnahmen heraus.

5. Kontrollieren Sie Ihre Ergebnisse.
Messen Sie Ihren Erfolg. Die zu Beginn gesetzten quantitativen Ziele helfen Ihnen dabei. Freuen Sie sich über das Erreichte – oder setzen Sie sich neue Ziele! So schöpfen Sie Ihr Effizienzpotenzial gezielt kontinuierlich aus. Machen Sie noch heute den ersten Schritt. Er ist gemeinhin der schwierigste.

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