«Für Globi nehmen sich alle gerne Zeit»

Globi und die Energie

In Spanien fehlt im Sommer das Trinkwasser, in Kiribati verschwinden die Sandstrände und in der Antarktis schmelzen die Gletscher. Dies alles hängt mit der globalen Klimaerwärmung zusammen. Doch wie erklärt man dies Kindern ab acht Jahren? Der Autor Atlant Bieri sagt im Interview, wie das geht und wie es sich anfühlt, als Globi die Welt der Energie zu erforschen.

 

Herr Bieri, interessieren sich achtjährige Kinder überhaupt für die Energieproduktion und Energieeffizienz?

Atlant Bieri: Ja. Ganz klar. Denn Energie ist ein wichtiges Thema, das uns täglich umgibt. Ohne Energie fährt kein Zug, kein Auto; ja sogar kein Velo. Energie steckt also überall drin. Deshalb interessieren sich auch Kinder dafür. Der Schlüssel ist, wie wir diese Themen für Kinder aufbereiten.

Wie sind Sie vorgegangen, um das Thema Kindern nahe zu bringen?

Atlant Bieri: Globi ist ein Glücksfall. Was ihn interessiert, interessiert auch Kinder. Mit seiner teils frechen und witzigen Art lassen sich Kinder auch an abstrakte Themen heranführen. Zentral dabei ist, dass solche Themen in eine Handlung verpackt sind. So wie beim aktuellen Globi Sachbuch «Globi und die Energie». Globi erfährt am eigenen Leib, wie Energie produziert oder eingespart wird. In diese Geschichte habe ich immer wieder Fakten eingewoben, um die Thematik den Kindern zu erklären. Aber natürlich sind gewisse Erklärungen in vereinfachter Form beschrieben.

Wie ist das Globi-Buch aufgebaut?

Atlant Bieri: Der Bildanteil beträgt rund 50 Prozent der 96 Seiten. Bilder lassen die Kinder in die Geschichte eintauchen und ergänzen die textlichen Erklärungen optimal. Deshalb habe ich mich intensiv mit dem Illustrator ausgetauscht.

Wie müssen wir uns diese Zusammenarbeit genau vorstellen?

Atlant Bieri: Während meinen zahlreichen Recherchen vor Ort habe ich viele Fotos und Videos mit dem Handy aufgenommen und anschliessend dem Illustrator geschickt. Auf dieser Basis haben wir in mehreren Runden die passenden Bilder zu den Texten entwickelt. Zusammen mit den Inputs der Spezialisten des Globi-Verlags und zahlreichen Fachexperten haben wir so eine stimmige Geschichte zum Thema Energie und Klimawandel für Kinder geschaffen.

Kritiker sagen: Dieses Buch bezieht klar Stellung für die bundesrätliche Energiestrategie 2050, welche kontrovers diskutiert wird. Korrekt?

Atlant Bieri: Das oberste Ziel des Buches ist die Wissensvermittlung. Kinder sollen verstehen, wie die Produktion und Nutzung von Energie mit dem Klimawandel zusammenhängen. Aus diesem Grund erklären wir viele Formen der Energieproduktion sowie –nutzung und was ihre Vor- und Nachteile sind. Globi bezieht also keine Stellung zur Energiestrategie 2050. Er ist zwar Feuer und Flamme für die Energiewende, muss dann aber am eigenen Leib erfahren, dass deren Umsetzung gar nicht so einfach ist.

Wie war es, die Welt als Globi zu erkunden?

Atlant Bieri: Es war eine extrem spannende und schöne Reise, als Globi die Welt der Energie zu erforschen. Viele Zusammenhänge, die ich im Buch erkläre, habe ich selbst erst nach meinem Studium verstanden. Dieses Wissen nun Kindern in einer zugänglichen Sprache zu erklären, war eine schöne Herausforderung. Und als ich als Globi die Welt erkunden durfte, haben sich mir viele spannende Türen geöffnet. Denn für Globi nehmen sich alle gerne Zeit.

 

Zur Person:

Atlant Bieri

Atlant Bieri ist Wissenschaftsjournalist und schreibt für zahlreiche nationale wie regionale Publikationen; darunter für den Tages-Anzeiger oder die Neue Zürcher Zeitung. Dabei setzt er sich vertieft mit den Themen Wissenschaft und Umwelt auseinander. Er ist Autor des neusten Globi Sachbuch «Globi und die Energie». Davor hat er bereits andere wissenschaftliche Themen Kindern näher gebracht. Unter anderem hat er für den SJW-Verlag über Salzkrebschen geschrieben.

Der Klimawandel geht uns alle an. Vor allem aber unsere Kinder und Kindeskinder. Aus diesem Grund hat ENGIE das neuste Globi Sachbuch «Globi und die Energie» mitfinanziert. Darin erfahren Kinder ab acht Jahren, wie wir Energie produzieren, wie wir sie nutzen und wie wir künftig effizienter mit ihr umgehen können. ((Link auf ENGIE Corporate News))

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