TREVE zu Besuch bei ENGIE Schweiz

TREVE zu Besuch bei ENGIE Schweiz in Zürich

Drei Studenten aus Paris wollen herausfinden, welche Einschränkungen die Entwicklung von erneuerbaren Energien in Europa begrenzen. Dafür reisen sie in ihrem Elektroauto während 150 Tagen durch 15 europäische Länder. Das TREVE-Team hat uns erzählt, was sie auf ihrer Reise bisher erlebt und herausgefunden haben.

Jung, idealistisch und sympathisch – so präsentieren sich die drei Studenten Lola Salem, Louis Daumas und Damien Moulin bei ihrem Besuch in Zürich. Unter dem Namen TREVE (Tackling a Revolution in Energy: Viewpoints across Europe) befragen die drei Studenten in ganz Europa verschiedene Akteure aus der Branche zum Thema erneuerbare Energien über die aktuelle Lage sowie über deren Zukunft. Entsprechend haben sie ihre Reise nach Orten und Personen aus Politik, Industrie und Gesellschaft geplant, welche relevante Antworten auf die Felduntersuchung geben können. Seit Mai sind sie unterwegs, schreiben wissenschaftliche Berichte und posten regelmässig ihre jüngsten Interviews und Resultate auf ihrem Blog und ihren sozialen Netzwerken unter @TREVE_project.

Erneuerbare Energien in der Schweiz

Im August war das TREVE-Team in der Schweiz und unter anderem ENGIE Schweiz und die Umwelt Arena in Spreitenbach besucht. Als Einführung zum Thema erneuerbare Energien in der Schweiz führte Jörg Sigrist, Geschäftsführer der Umwelt Arena, das TREVE-Team durch die gleichnamige Ausstellung in der Umwelt Arena in Spreitenbach. Die Studenten waren von der Umweltarena, welche ihre Besucher über nachhaltige Produkte und Dienstleistungen, nachhaltiges Leben und alltagstauglichen Umweltschutz auf anschauliche Weise informiert, beeindruckt.
ENGIE wollte von den Studenten wissen, wie sie die Situation der erneuerbaren Energien in der Schweiz einschätzen. Die Schweiz sei im Vergleich zu den EU-Staaten sehr stark abhängig von Stromimporten. «Wir denken, dass die Schweiz dank Wasserkraft mit ihren Pumpspeicherkraftwerken eine entscheidende Rolle als Energiespeicher übernehmen kann, ein Kernthema der erneuerbaren Energien. Die Schweiz könnte eine Art «Batterie» von Europa werden», so Lola Salem. «Damit könnte die Schweiz zu einer grossen Elektrizitätsdrehscheibe in Europa werden und daraus einen kompetitiven Vorteil ziehen. Ausserdem kann die Schweiz ihren Beitrag in der Entwicklung, Nutzung und dem Verkauf von Hightechprodukten leisten, beispielsweise mit flexiblen Photovoltaik Panels.» Jedoch hat das TREVE-Team auch betont, dass das System der erneuerbaren Energien in der Schweiz noch Verbesserungsbedarf hat – finanzielle Unterstützung, öffentliche Institutionen und öffentliche Debatten, als auch der Energie-Mix für neue erneuerbare Energien müssen weiterentwickelt werden. «Der Schweiz fehlt ein wahrer Impuls. Die Energiestrategie 2050 ist diesbezüglich zwar ermutigend, es fehlen aber noch entsprechende Gesetze und konkrete politische Massnahmen.»

Von der Feldarbeit zur Ausstellung

Nach der Reise erstellt das TREVE-Team einen wissenschaftlich fundierten Bericht über die europaweit durchgeführten Besuche und Austausche. Dieser zukunftsorientierte Bericht soll sowohl Forschern als auch Partnerfirmen von TREVE dienen. Zudem sind ein Seminar und eine Ausstellung geplant.

ENGIE unterstützt junge Menschen, welche ihren Beitrag zur Energiewende leisten wollen. Wir wünschen dem TREVE- Team weiterhin eine gute Reise und weitere Erfolge für ihren Beitrag zur Energiewende.

www.treveproject.com

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