… und es gibt sie schon – die Smart City!

Symbolbild Smart City

Smart Cities – eine Vision wird mehr und mehr Realität. Beim NZZ Immotalk 2017 vom 12. Oktober in Luzern referierten Experten zum Thema «Smart City – Visionen für eine intelligente Stadt». Stephan Marty, CEO der EWL, zeigte anhand der drei folgenden Beispiele auf, warum Luzern bereits heute eine «intelligente Stadt» ist.

Ein Leitsystem für Carchauffeure

In der Stadt Luzern sind die vielen Carfahrten, die Besucher nach Luzern bringen, wegen beschränkter Parkmöglichkeit ein ständiges Thema. Um den Luzerner Touristen den Besuch der Stadt so angenehm wie möglich zu machen, verfügt die Stadt im Zentrum über Kurzzeit-Parkplätze für das Ein- und Aussteigen und Langzeit-Parkplätze für die Cars am Stadtrand. Damit eine direkte Fahrt von der Strasse zu den Parkplätzen gewährleistet ist, wurden bei den Parkplätzen im Asphalt Anwesenheitssensoren eingebaut. Diese Sensoren sind über ein LoRa-WAN Netz (Long Range Wide Area Network) mit einer Datenzentrale verbunden. Der Carchauffeur erhält durch eine entsprechende App Informationen über die aktuelle Parkplatzsituation und wird gleichzeitig direkt zum Parkplatz navigiert.

Einmaliges Log-in ins WLAN für Luzerner Besucher

Ein Tourist mit einer «Visitor Card» meldet sich einmal im Hotel für das WLAN an und verfügt via Luzerner WLAN Netz in der gesamten Stadt über eine Internetverbindung. Damit erspart sich der Besucher das lästige Wieder-Anmelden innerhalb der verschiedenen WLAN Netze und profitiert somit von zusätzlichen Angeboten. Dass diese Dienstleistung kontinuierlich ausgebaut werden kann, versteht sich von selbst. Das Angebot wird zusammen mit Luzern Tourismus bereitgestellt.

Optimierte Routenwahl für die Abfallentsorgung

Die Firma REAL Luzern ist für die Abfallentsorgung zuständig. Bis anhin wurden die Abfallentsorgungsstellen nach einem festen Routenplan, unabhängig des Abfallaufkommens, befahren. Durch die Anbringung von Füllstandsensoren bei den Abfallentsorgungsstellen wird der Füllgrad des Abfalls gemessen und die Information über ein LoRa-WAN Netz mit einer Datenzentrale der REAL Luzern verbunden. Die Routen werden somit in Zukunft nicht mehr nach festem Routenplan geregelt, sondern nach Bedarf. Unnötige Fahrten werden dadurch minimiert.

Die Beispiele der Stadt Luzern zeigen, dass das Thema Smart City bereits Realität ist. Wenn uns auch die Beispiele vielleicht nicht so spektakulär vorkommen, es sind doch klare Ansagen, dass viel Potential hinter dem Sammeln von «dummen» Daten steckt. Das Kunststück oder die Herausforderung ist, aus «dummen» Daten «intelligente» Daten zu machen und somit Entscheidungsgrundlagen zu erhalten oder noch besser, maschinengesteuerte Massnahmen einzuleiten.

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