Wie wird die Energiezukunft: vernetzt oder energieautark?

ENGIE Energieeffizienz-Forum Podium

Vernetzte Gebäude, vernetzte Quartiere – das ist der Trend der Zukunft. Doch es gibt schon heute energieautarke Häuser. Sie versorgen sich komplett eigenständig mit Energie. Damit beweisen sie, was mit heutiger Technologie möglich ist. Walter Schmid, Urs Elber und Wolfgang Schwarzenbach waren sich am ENGIE Energieeffizienz-Forum 2016 jedoch einig, dass sie künftig eher die Ausnahme bleiben.

 

Sind Gebäude künftig stärker vernetzt oder werden sie immer autarker punkto Energieversorgung? Am dritten ENGIE Energieeffizienz-Forum vom 3. November 2016 haben diese Frage diskutiert: Urs Elber, Leiter des e-hub im NEST (Forschungsplattform der EMPA), Walter Schmid, Unternehmer und Umweltpionier und Wolfgang Schwarzenbacher, CEO von ENGIE Schweiz. Sie kamen zum Schluss, dass Gebäude immer stärker vernetzt sein werden. Energieautarke Gebäude dürften deshalb künftig weiterhin die Ausnahme bleiben. Zukunftsweisende Leuchtturmprojekte wie das Mehrfamilienhaus in Brütten beweisen jedoch, was mit bereits heute am Markt erprobter Technologie möglich ist. ENGIE hat beim «Zukunftshaus» in Brütten die Gebäudetechnik beigesteuert und dabei die Grenzen der technisch möglichen Optimierung ausgelotet.

Nicht den Weg, sondern das Ziel festlegen

Der Klimawandel betrifft uns alle. Vor allem unsere Kinder und Kindeskinder. Deshalb geht es darum, den Ausstoss von CO2 zu reduzieren und fossil betriebene Energieanlagen zu ersetzen. Walter Schmid plädierte daher für einheitliche Standards: «Wir müssen bestimmen, wie viel Energie ein Gebäude verbrauchen darf. Wie das erreicht wird, muss nicht geregelt werden.» Folglich muss das Ziel und nicht der Weg gesetzlich festgelegt werden. Einen energetischen Selbstversorgungsgrad von 50 Prozent hielten die drei Podiumsteilnehmer dabei für absolut machbar.

Next big thing in der Gebäudetechnik

Zum Schluss schätzten alle drei Diskussionsteilnehmer ein, wie die Energiezukunft aussieht. Wolfgang Schwarzenbacher nannte neben Big Data die wirtschaftliche Speicherung von Energie. «The next big thing» in der Gebäudetechnik, das sind leistungsfähige Energiespeicher für jedermann. Damit werden die erneuerbaren Energien einen unglaublichen Schub erfahren. Urs Elber fügte hinzu, dass wir die Energie effizienter gewinnen und umwandeln müssen. Zu guter Letzt sieht Walter Schmid Photovoltaik-Panels als künftigen Baustoff. Sie produzieren Strom und kleiden Gebäude gleichzeitig ein.

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