BIM-Reise zum ENGIE Lab in Lyon

Ein Video rund um Business Information Modelling (BIM) – Wo ist noch Potenzial für BIM im Gebäudezyklus? Wie ausgereift sind die digitalen Planungsmodelle in Frankreich? Ein Besuch im ENGIE Lab in Lyon gibt Antworten.

Unter der Leitung von Michael Schwery, BIM Manager ENGIE Schweiz, reisten Mitte Oktober zwölf Mitglieder des BIM Roundtable zum ENGIE-Lab nach Lyon. Dieser Gruppe gehören die führenden Gebäudetechnikplaner der Schweiz an, darunter Waldhauser Hermann AG, Polke Ziege von Moss AG, Amstein + Walthert AG, Aicher DeMartin Zwing oder Hefti, Hess, Martignoni AG an. Der BIM Roundtable hat es hat sich zum Ziel gesetzt, durch interaktiven Austausch das Thema BIM in der Schweiz voranzutreiben und gemeinsame Arbeitsunterlagen rund um BIM zu erarbeiten.

Von der Planung in 2D zum 3D-Gebäudemodell

Welche Strategie verfolgt die ENGIE-Gruppe auf Konzernebene rund um das Thema BIM (Building Information Modelling)? Was erforscht ENGIE im «Lab», dem BIM-Labor, und wie können wir in der Schweiz davon profitieren? Antworten auf diese Fragen erhielt die Schweizer BIM-Delegation in Lyon. Nach einer kurzen Führung durch das Forschungslabor (Lab) von ENGIE, stellte der Lab-Verantwortliche den Building Lifetime Manger (BLM) vor. BLM ist eine Online-Plattform für die Bewirtschaftung von Immobilien, basierend auf der Verwendung der digitalen Daten eines Gebäudes (Energiedaten, Unterhaltsdaten, BIM Modell, 2D-Karten etc.). BLM ermöglicht es, sich am Computer im 3D-Modell zu bewegen und Informationen zu den verschiedenen Anlagen und Einrichtungen, wie zum Beispiel Lampen und Armaturen zu erhalten. Die Software ist ausserdem im Bereich Energie oder Facility Management sehr nützlich: Sie berechnet den Energieverbrauch und Betriebszeiten, und zeigt Wartungsaufträge und die getätigten und anstehenden Wartungen in Dashboards an. Bei der Präsentation am Beispiel des Hochauses Tour Incity in Lyon, mit 202 Meter das dritthöchste Gebäude Frankreichs, zeigte Eric Lamendour, BIM & Digital Solutions Director ENGIE auf, wie die Theorie in der Praxis funktioniert. Das Gebäude wurde konventionell in 2D geplant. Erst nach der Fertigstellung wurde ENGIE Frankreich damit beauftragt, ein digitales Gebäudemodell für den Betrieb zu erstellen.

«Spannend zu sehen war, dass das ENGIE Lab auch in verwandten Bereichen von BIM experimentiert. Um für die digitale Zukunft in der Bauwirtschaft bereit zu sein, führen sie Versuche und Tests in den Bereichen 3D Scanner, Drohnen Technologie, Virtual Reality und IoT-Anwendungen durch», so Michael Schwery. «Nicht zuletzt war die Reise auch ein gelungener Mix aus Technik, Information, Kultur und Networking.»

Im Video erfahren Sie mehr über die Erwartungen der Teilnehmer und wo die BIM-Experten aus Lyon noch Potenzial für Digitalisierung im Gebäudezyklus sehen.

 

Video: Michael Schwery, BIM Manager bei ENGIE Schweiz

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